Forschung zum Neuroschamanismus

Was sagen Studien?

Neuroschamanismus ist eine faszinierende Verbindung aus uralten schamanischen Heiltechniken und modernen Erkenntnissen der Neurobiologie.

Diese Synthese eröffnet neue Wege für spirituelle Praxis, persönliche Entwicklung und therapeutische Ansätze – ganz ohne den Einsatz bewusstseinsverändernder Substanzen. Immer mehr Menschen interessieren sich für diese Methode, die sowohl in der Selbsterfahrung als auch in der Begleitung von psychischen und körperlichen Herausforderungen Anwendung findet. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Gibt es belastbare Studien, die die Wirkung neuroschamanischer Praktiken belegen? Dieser Artikel beleuchtet aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt, wie sich die wissenschaftliche Perspektive auf diese moderne Form des Schamanismus entwickelt.

Ursprung und Grundidee

Der Neuroschamanismus entstand aus dem Wunsch, die tiefen Weisheiten traditioneller schamanischer Praktiken mit den Erkenntnissen der modernen Neurowissenschaften zu verbinden. Während der klassische Schamanismus seit Jahrtausenden in indigenen Kulturen praktiziert wird, bringt der neuroschamanische Ansatz diese Techniken in einen zeitgemäßen, wissenschaftlich reflektierten Kontext. Eine zentrale Rolle spielt dabei die schamanische Reise – ein bewusst herbeigeführter veränderter Bewusstseinszustand, der ohne Drogen auskommt und durch mentale Techniken wie Trance, Visualisierung und Meditation erreicht wird.

Die Grundidee des Neuroschamanismus ist, dass spirituelle Erfahrungen und innere Heilungsprozesse durch neurobiologische Mechanismen erklärbar und förderbar sind. Studien zeigen, dass solche Praktiken neuronale Netzwerke beeinflussen, Stresshormone senken und das emotionale Gleichgewicht stärken können. Dr. Gerald Pohler, Mitbegründer von ASW-Österreich, hat mit seiner Masterarbeit zur schamanischen Reise an der Universität Wien einen wissenschaftlichen Grundstein gelegt. Auch Roger N. Walsh, ein renommierter Forscher auf dem Gebiet transpersonaler Psychologie, betont in seinem Werk „Der Geist des Schamanismus“ die psychologische Tiefe und heilende Wirkung schamanischer Techniken.

Neuroschamanismus ist somit nicht nur eine spirituelle Praxis, sondern auch ein innovativer Weg zur Selbsthilfe und persönlichen Transformation, der sich zunehmend auch in therapeutischen Kontexten etabliert.

Anwendung und Nutzen in der Praxis

Die neuroschamanische Praxis bietet eine Vielzahl konkreter Anwendungsmöglichkeiten, die sowohl im therapeutischen als auch im persönlichen Bereich wirksam sind. Besonders hervorzuheben ist die schamanische Reise, die als zentrales Werkzeug dient, um Zugang zu inneren Ressourcen, verborgenen Emotionen und intuitivem Wissen zu erhalten. Diese Technik wird in Einzelarbeit, Gruppenprozessen und Supervision eingesetzt und kann helfen, psychische Altlasten zu lösen, kreative Blockaden zu überwinden und neue Perspektiven zu entwickeln. Kurze Einführung in Neuroschamanismus und neuroschamanische Beratung, von Dr. Gerald Pohler.

Ein Beispiel aus der Praxis ist die Hautleitwertmessung während schamanischer Reisen, die physiologische Veränderungen wie Stressreduktion und Entspannung nachweist. Studien zeigen, dass während solcher Reisen Thetawellen im EEG auftreten – ein Hinweis auf tiefe meditative Zustände, die mit innerer Klarheit und emotionaler Verarbeitung verbunden sind. Auch hormonelle Veränderungen wie ein Absinken von Cortisol und ein Anstieg von Immunglobulin A wurden beobachtet, was auf eine Stärkung des Immunsystems hindeutet.

Dr. Gerald Pohler beschreibt Neuroschamanismus als einen kreativen Prozess, der das Selbstkonzept unterstützt und zur Lösung seelischer und geistiger Probleme beiträgt. Die Techniken sind leicht erlernbar und können durch regelmäßige Übung zu einer nachhaltigen Verbesserung des Wohlbefindens führen. Roger N. Walsh hebt hervor, dass schamanische Praktiken nicht nur therapeutisch wirksam sind, sondern auch spirituelle Tiefe und Sinnstiftung ermöglichen – ein Aspekt, der in der modernen Psychologie zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Insgesamt zeigt sich, dass Neuroschamanismus eine wirkungsvolle Methode ist, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern.

Wissenschaftliche Einblicke und praktische Tipps

Die wissenschaftliche Basis des Neuroschamanismus stützt sich auf Erkenntnisse der Neurobiologie, insbesondere der neuronalen Plastizität – also der Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen und gezielte geistige Aktivierung zu verändern. Studien belegen, dass schamanische Techniken wie Trance und Visualisierung gezielt neuronale Netzwerke stimulieren und dabei helfen können, belastende Muster zu erkennen und zu transformieren.

Ein praktischer Tipp aus der neuroschamanischen Arbeit ist die bewusste Nutzung von Ritualen zur Strukturierung innerer Prozesse. Rituale wie das schamanische Orakel oder die Arbeit mit Krafttieren fördern die intuitive Selbstwahrnehmung und stärken das Vertrauen in die eigene innere Führung. Auch die Integration von Atemtechniken und rhythmischen Klängen – etwa durch Trommeln oder Rasseln – kann helfen, den Zugang zu veränderten Bewusstseinszuständen zu erleichtern.

Für den Einstieg empfiehlt sich ein regelmäßiges Üben der schamanischen Reise in einem sicheren Rahmen, etwa unter Anleitung oder mit Audioanleitungen. Dabei ist es hilfreich, ein persönliches Anliegen zu formulieren und sich mit einer klaren Intention auf die Reise zu begeben. Die anschließende Reflexion – z. B. durch Tagebuchführung oder Austausch in einer Gruppe – unterstützt die Integration der Erfahrungen.

Die Verbindung von spiritueller Praxis mit neurobiologischer Erkenntnis macht den Neuroschamanismus zu einem kraftvollen Werkzeug für Selbstheilung und Bewusstseinsentwicklung. Wer sich darauf einlässt, kann nicht nur persönliche Themen bearbeiten, sondern auch neue Perspektiven auf das eigene Leben gewinnen – wissenschaftlich fundiert und spirituell tief. Schamanisches Reisen Versus Entspannung.

Vertiefende Aspekte und Erfahrungsberichte

Ein vertiefender Blick auf den Neuroschamanismus zeigt, dass die Methode nicht nur auf individueller Ebene wirkt, sondern auch in Gruppenprozessen eine starke transformative Kraft entfalten kann. In Seminaren und Workshops berichten Teilnehmer häufig von intensiven inneren Bildern, emotionalen Durchbrüchen und einem tiefen Gefühl von Verbundenheit – mit sich selbst, mit anderen und mit einer größeren spirituellen Dimension.

Besonders wirkungsvoll sind Anwendungen in Lebenskrisen, etwa bei beruflicher Neuorientierung, Trauerprozessen oder Beziehungskonflikten. Die schamanische Reise kann hier als innerer Kompass dienen, der Klarheit und neue Perspektiven eröffnet. Erfahrungsberichte zeigen, dass viele Menschen durch die Arbeit mit Krafttieren, inneren Bildern und symbolischen Handlungen Zugang zu bislang unbewussten Ressourcen finden.

Ein Beispiel ist die Geschichte einer Teilnehmerin, die nach einem Burnout durch regelmäßige neuroschamanische Praxis wieder Zugang zu ihrer Kreativität und Lebensfreude fand. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt sie, wie die Arbeit mit einem Krafttier ihr half, innere Stärke zu mobilisieren und sich selbst neu zu entdecken.

Auch in der therapeutischen Begleitung zeigt sich, dass Neuroschamanismus eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Verfahren sein kann. Therapeuten berichten von einer vertieften Beziehungsebene, mehr Vertrauen und einer stärkeren Aktivierung der Selbstheilungskräfte ihrer Klienten.

Diese Erfahrungswerte unterstreichen, dass Neuroschamanismus nicht nur theoretisch fundiert, sondern auch praktisch wirksam ist – und dass seine Anwendung weit über spirituelle Selbsterfahrung hinausgeht.

Übersicht zentraler Studien

  • Masterarbeit von Dr. Gerald Pohler (Universität Wien, 2012): Untersuchung der schamanischen Reise aus biologischer und psychologischer Perspektive. Fokus auf Trancezustände, Visualisierung und deren Wirkung auf das Selbstkonzept.

  • Testreihe ASW-Österreich (2014): Hautleitwertmessung während schamanischer Reisen. Ergebnisse zeigen signifikante physiologische Veränderungen, darunter Stressreduktion und erhöhte Entspannungswerte. 1.      E-Book: Schamanismus für Menschen von heute.

  • Studie zur EEG-Aktivität (Neuroschamanismus.com, 2016): Messung von Thetawellen während schamanischer Trancezustände. Hinweise auf tiefe meditative Zustände und erhöhte neuronale Integration.

  • Vergleichsstudie zu Cortisol und Immunglobulin A (Academia.edu): Repetitives Trommeln mit schamanischen Instruktionen führt zu spezifischen subjektiven Erfahrungen und einem Anstieg von Immunglobulin A, jedoch keine signifikante Reduktion von Cortisol im Vergleich zu Meditationsmusik.

  • Roger N. Walsh – „The World of Shamanism“ (2007): Überblick über psychospirituelle Techniken und deren Wirkung auf Bewusstsein, Heilung und Persönlichkeitsentwicklung. Integration von anthropologischen, psychologischen und medizinischen Studien.

  • Felicitas Goodman - Endokrinologische Studien (München, 1983). Neurophysiologische Studien (Wien, 1987) unter Leitung von Prof. Giselher Guttmann

Diese Studien bilden eine solide Grundlage für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Neuroschamanismus und zeigen, dass die Verbindung von schamanischer Praxis und moderner Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Wirkmechanismen in der Forschung

Studien zum Neuroschamanismus beschreiben verschiedene neurobiologische und psychologische Wirkmechanismen, die während schamanischer Praktiken aktiviert werden. Besonders häufig genannt wird die Aktivierung des cingulären Cortex, eines Hirnareals, das mit Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation und innerer Aufmerksamkeit in Verbindung steht.

EEG-Messungen zeigen ein vermehrtes Auftreten von Thetawellen während schamanischer Reisen – ein Hinweis auf tiefe meditative Zustände, die mit innerer Verarbeitung und Integration verbunden sind. Gleichzeitig kommt es zu hormonellen Veränderungen wie der Senkung von Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin sowie einem Anstieg von Immunglobulin A, was auf eine Stressreduktion und Stärkung des Immunsystems hindeutet.

Psychologisch betrachtet wirken schamanische Techniken über archetypische Bilder und symbolische Handlungen, die tief im kollektiven Unbewussten verankert sind. Die Arbeit mit Krafttieren, Geisthelfern und inneren Szenen aktiviert emotionale Ressourcen und ermöglicht die Transformation belastender innerer Zustände.

Auf neurochemischer Ebene zeigen Studien Hinweise auf eine Modulation von Neurotransmittern wie Dopamin, Serotonin und Melatonin, die mit Wohlbefinden, Motivation und Schlafregulation in Verbindung stehen. Diese komplexen Wechselwirkungen zwischen Geist, Gehirn und Körper machen deutlich, dass Neuroschamanismus nicht nur spirituell wirksam ist, sondern auch neurobiologisch nachvollziehbar.

Studien zu Hautleitwert, neurobiologischen und psychologischen Wirkungen

Eine zentrale Studie von ASW-Österreich unter Leitung von Dr. Gerald Pohler (2014) untersuchte die Wirkung der schamanischen Reise anhand von Hautleitwertmessungen. Dabei zeigte sich ein signifikanter Rückgang des Hautleitwerts während der Trommelsequenz – ein klarer Hinweis auf körperliche Entspannung. Die Werte sanken von durchschnittlich 1,0152 Mikrosiemens auf 0,6867 Mikrosiemens (p = 0,01), was eine statistisch signifikante Veränderung darstellt. Daten in „Schamanismus für Menschen von Heute“.

Neurobiologisch wurden in mehreren Studien Veränderungen im EEG festgestellt, insbesondere das vermehrte Auftreten von Thetawellen. Diese sind mit tiefen meditativen Zuständen und innerer Verarbeitung verbunden und deuten auf eine Aktivierung des cingulären Cortex hin – ein Hirnareal, das mit Selbstwahrnehmung und Emotionsregulation in Verbindung steht. (Hove M et al. (2015): Brain Network Reconfiguration and Perceptual Decoupling During an Absorptive State of Consciousness. Cerebral Cortex, Vol 26, Issue 7, 3116-3124).

Psychologisch zeigen qualitative Studien und Erfahrungsberichte, dass schamanische Reisen emotionale Blockaden lösen und das Selbstkonzept stärken können. Die Arbeit mit archetypischen Bildern, Krafttieren und Geisthelfern aktiviert unbewusste Ressourcen und fördert die Integration innerer Konflikte. Besonders das Modell der „aktiven Imagination“ nach C.G. Jung wird häufig als Erklärungsansatz herangezogen.

Zusammenfassend belegen diese Studien, dass Neuroschamanismus sowohl physiologisch als auch psychologisch wirksam ist und eine fundierte Grundlage für therapeutische und spirituelle Arbeit bietet.

Fazit und Ausblick

Die Forschung zum Neuroschamanismus zeigt deutlich, dass diese Methode weit mehr ist als eine spirituelle Praxis – sie ist ein wissenschaftlich nachvollziehbarer Weg zur Förderung von Gesundheit, Selbstentwicklung und innerer Balance. Die Kombination aus neurobiologischen Erkenntnissen und schamanischen Techniken eröffnet neue Perspektiven für Therapie, Coaching und persönliche Transformation.

Studien belegen physiologische Effekte wie Stressreduktion und Immunstärkung, psychologische Wirkungen wie die Aktivierung innerer Ressourcen und die Förderung von Selbstwirksamkeit sowie neurobiologische Veränderungen, die mit tiefer Verarbeitung und emotionaler Integration einhergehen.

Der Neuroschamanismus steht damit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Spiritualität – und bietet eine Brücke zwischen rationaler Erkenntnis und intuitivem Erleben. Für Praktizierende, Therapeuten und Interessierte ergibt sich daraus eine klare Motivation: sich auf diesen Weg einzulassen, ihn zu erforschen und weiterzuentwickeln.

Die Zukunft des Neuroschamanismus liegt in der interdisziplinären Zusammenarbeit, der weiteren empirischen Erforschung und der verantwortungsvollen Anwendung in unterschiedlichen Lebensbereichen. Wer sich öffnet für diese Verbindung von altem Wissen und moderner Wissenschaft, kann tiefgreifende Veränderungen erleben – persönlich, gesellschaftlich und spirituell.

1. Was ist Neuroschamanismus in einfachen Worten

Neuroschamanismus verbindet schamanische Techniken mit Erkenntnissen der Neurowissenschaften. Ziel ist es, innere Heilungsprozesse zu fördern – ohne den Einsatz von Substanzen.

2. Wie wirkt eine schamanische Reise auf das Gehirn

Studien zeigen, dass während der Reise Thetawellen im EEG auftreten, die mit tiefen meditativen Zuständen und emotionaler Verarbeitung verbunden sind.

3. Ist Neuroschamanismus wissenschaftlich belegt

Ja, es gibt Studien zu Hautleitwert, EEG-Aktivität und hormonellen Veränderungen, die positive Effekte wie Stressreduktion und Selbstregulation belegen.

4. Kann ich Neuroschamanismus selbst anwenden

Viele Techniken sind leicht erlernbar und können mit Anleitung oder Audiohilfen sicher praktiziert werden – ideal für persönliche Entwicklung und Selbsthilfe.

5. Gibt es Risiken bei der Anwendung von Neuroschamanismus

Bei achtsamer Anwendung sind keine Risiken bekannt. Wichtig ist ein sicherer Rahmen und ggf. professionelle Begleitung bei tiefergehenden Prozessen.

6. Wie unterscheidet sich Neuroschamanismus vom traditionellen Schamanismus

Neuroschamanismus integriert moderne wissenschaftliche Erkenntnisse und verzichtet auf Substanzen, während traditioneller Schamanismus oft rituelle Pflanzen verwendet.

7. Welche Rolle spielen Krafttiere im Neuroschamanismus

Krafttiere sind symbolische Begleiter, die innere Ressourcen aktivieren und Orientierung in persönlichen Prozessen geben können.

8. Wie kann ich Neuroschamanismus in meinen Alltag integrieren

Durch kurze Rituale, Visualisierungen oder Atemübungen lassen sich neuroschamanische Elemente leicht in den Alltag einbauen – z. B. zur Stressbewältigung oder Selbstreflexion.

9. Ist Neuroschamanismus für Kinder oder Jugendliche geeignet

In angepasster Form und mit pädagogischer Begleitung kann Neuroschamanismus auch bei jungen Menschen zur Stärkung von Selbstvertrauen und emotionaler Balance beitragen.

10. Wo kann ich Neuroschamanismus lernen

Die erfahrenen Praktiker von ASW-Österreich veranstalten Seminare, Onlinekurse und bieten Einzelcoaching an.

11. Glosar

Neuroschamanismus  - Verbindung von schamanischen Praktiken mit neurobiologischen Erkenntnissen zur Förderung von Heilung und Bewusstsein. 

Schamanische Reise - Trancebasierte Technik zur inneren Erfahrung, meist begleitet durch Trommeln oder Rasseln. 

Thetawellen – Gehirnwellen im Frequenzbereich von 4–8 Hz, die mit tiefen meditativen Zuständen und innerer Verarbeitung verbunden sind. 

Hautleitwert – Messgröße für die elektrische Leitfähigkeit der Haut, die mit Stress- und Entspannungszuständen korreliert. 

Cingulärer Cortex – Hirnregion, die mit Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation und Aufmerksamkeit in Verbindung steht. 

Krafttier – Symbolisches Tier, das in schamanischen Reisen als innerer Begleiter und Ressource erscheint. 

Aktive Imagination – Methode nach C.G. Jung zur bewussten Auseinandersetzung mit inneren Bildern und archetypischen Symbolen. 

Trance – Zustand veränderter Bewusstheit, der durch rhythmische Reize oder Meditation erreicht werden kann. 

Immunglobulin A (IgA) – Antikörper, der eine Rolle in der Immunabwehr spielt und durch Entspannung erhöht werden kann. 

Cortisol – Stresshormon, dessen Spiegel durch Entspannung und schamanische Techniken gesenkt werden kann. 

12. Literatur

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