Gemeinwohlorientierte Begleitung: Unsere Haltung – Werte und ethische Grundlagen unserer Arbeit

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Wenn wir Menschen auf Ihrem Weg begleiten, spüren wir jedes Mal, wie tief Ihr Sehnen ist: wieder ganz zu werden und zugleich etwas zu bewahren, das weit über das eigene Ich hinausgeht – das Gefüge des Lebens selbst.

Genau hier wurzelt unsere gemeinwohlorientierte Begleitung: Sie ist keine Dienstleistung von außen, sondern eine Haltung aus aufrichtigem Respekt vor Ihrem Sein und vor der Verbundenheit aller Wesen. In einer Zeit voller Hektik und spiritueller Suche gewinnt der Schamanismus deshalb neu an Kraft – nicht als bloße Technik, sondern als lebendige Ethik, die Heilung und Gleichgewicht für Mensch, Natur und Gemeinschaft schafft.

In diesem Artikel öffnen wir Ihnen unsere Werte und ethischen Grundlagen – Achtsamkeit, Diskretion, Verantwortung, Respekt, Integrität und die tiefe Orientierung am Wohl des Ganzen –, inspiriert von Traditionen des Schamanismus. Unser Ziel ist klar: echte Transparenz schaffen, damit Sie sich von der ersten Sekunde sich sicher fühlen, ihre eigenen Kräfte zu entfalten. Basierend auf umfassenden Recherchen zu schamanischen Ethiken zeigen wir, wie Achtsamkeit, Diskretion und Verantwortung – ergänzt um Respekt, Integrität und Gegenseitigkeit – den Kern unserer Arbeit bilden, woran Sie bei uns sind und warum Vertrauen hier nicht nur ein Wort, sondern gelebte Praxis ist.

Was ist gemeinwohlorientierte Begleitung im Schamanismus?

Der Schamanismus, der auf über 100.000 Jahre alter Tradition zurückgeht, versteht sich als Brücke zwischen der physischen und der geistigen Welt. Schamanen agieren als Vermittler, die durch Reisen in veränderte Bewusstseinszustände Weisheit erlangen, um Disharmonien zu heilen – sei es durch Seelenrückholung, Energiearbeit oder Rituale mit Krafttieren. Im Kontext der gemeinwohlorientierten Begleitung geht es nicht um individuelle Erlösung allein, sondern um das Wohl der gesamten Gemeinschaft. Wie in indigenen Kulturen üblich, trägt der Schamane Verantwortung für den Clan, die Familie oder den Stamm: Er sorgt dafür, dass Einzelne ihre Rollen erfüllen können, um das Gleichgewicht aller zu wahren.

Wir von ASW-Österreich betonen dies durch die Integration schamanischer Techniken in den Alltag, unterstützt von neurobiologischen Einblicken. Wir fördern Praktiken, die Bewusstseinszustände ohne Substanzen aktivieren und neuronale Strukturen positiv verändern, um Stress abzubauen und innere Ressourcen zu stärken. Der Neuroschamanismus verbindet die schamanische Reise mit wissenschaftlichen Erkenntnissen: Alte emotionale Muster aus der Kindheit werden durch aktive Bewusstwerdung aufgelöst, was zu besserem Umgang mit Krisen und kreativen Durchbrüchen führt. Hier wird Begleitung als Weg zur Selbstständigkeit verstanden – Klienten lernen, Probleme eigenverantwortlich zu lösen, was das Gemeinwohl stärkt, indem gesündere Individuen zu harmonischeren Beziehungen beitragen.

Diese Orientierung am Gemeinwohl unterscheidet sich von rein esoterischen Ansätzen: Sie ist ökologisch-systemisch, verbindet den Menschen mit dem Kosmos und fordert Rücksichtnahme auf Geister, Natur und Mitmenschen. In unserer Arbeit bedeutet das: Jede Sitzung zielt darauf ab, nicht nur persönliche Heilung zu ermöglichen, sondern auch Beiträge zur Gesellschaft zu fördern – etwa durch nachhaltige Rituale, die Respekt vor der Erde einflößen.

Die ethischen Grundlagen: Eine Haltung des Respekts und der Balance

Ethik im Schamanismus ist kein starres Regelwerk, sondern eine lebendige Haltung, die von kulturellen Normen, persönlicher Integrität und universellen Prinzipien wie Ausgewogenheit und Gegenseitigkeit geprägt ist. Sie basiert auf der Überzeugung, dass alles beseelt und verbunden ist: Mensch, Tier, Pflanze und Elemente bilden ein Netzwerk, in dem Handlungen Wellen schlagen. Der Moralkodex fordert Respekt vor der Natur (nur nehmen, was nötig ist, und etwas zurückgeben), Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft (heilen, nicht schaden) und Achtsamkeit gegenüber Geistern (Macht mit Verpflichtungen nutzen).

Bei ASW-Österreich wird diese Ethik modernisiert: Durch transparente Aufklärung über Methoden – wie Trance-Induktion via Trommeln oder Meditation – und die Vermeidung von Dogmen wird der Schamanismus zugänglich gemacht. Keine Versprechungen von Wundern, sondern ehrliche Begleitung zu inneren Quellen der Weisheit. Wie in der schamanischen Heilkunst betont, übernehmen Klienten Verantwortung für ihre Heilung, ergänzt durch professionelle Unterstützung, was Abhängigkeiten verhindert.

Wert

Beschreibung

Anwendung in der Begleitung

Achtsamkeit

Bewusste, nicht-wertende Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt, um Harmonie mit allen Welten zu wahren.

Schaffung heiliger Räume mit Ritualen (z. B. Räucherungen), Beobachtung von Energien und Integration von Erfahrungen in den Alltag durch Meditationen und Naturkontakt.

Diskretion

Schutz der Privatsphäre und Sensibilität bei sensiblen Themen, um Vertrauen zu wahren.

Vertrauliche Handhabung von Traumata oder spirituellen Erlebnissen; keine öffentliche Teilhabe persönlicher Visionen ohne Einwilligung.

Verantwortung

Übernahme von Konsequenzen für Handlungen, Förderung von Selbstermächtigung und Gemeinwohl.

Grenzen respektieren (z. B. Verweis auf Medizin bei schweren Fällen), kontinuierliche Weiterbildung und Fokus auf nachhaltige Heilung statt kurzfristiger Effekte.

Diese Werte ergänzen sich: Achtsamkeit ermöglicht tiefe Präsenz, Diskretion schützt die Intimität des Prozesses, und Verantwortung stellt sicher, dass Heilung das Kollektiv stärkt. Im Neuro-Schamanismus aktiviert dies biologische Prozesse zur Auflösung von Altlasten, was zu stabilerem Selbstbild und mehr Lebensfreude führt – immer im Dienst des Ganzen.

Transparenz und Vertrauen: Der Kern unserer Haltung

Transparenz ist der Kleber, der ethische Prinzipien mit der Praxis verbindet. In unserer Begleitung erklären wir jeden Schritt: Von der Vorbereitung einer Reise bis zur Integration der Erkenntnisse. Keine mystische Aura, sondern offene Dialoge über Methoden, Risiken und Erwartungen. Dies schafft Vertrauen, da Klienten verstehen, warum ein Ritual (z. B. eine Seelenrückholung) hilft und wie sie selbst aktiv mitwirken. Wie die Ethik in der Krafttier-Arbeit betont, muss Aufklärung subjektive Erfahrungen authentisch machen, um Missbrauch zu vermeiden.

Vertrauen entsteht durch Konsistenz: Wir meiden Manipulation, respektieren den freien Willen und brechen ab, wenn Werte kollidieren. Dies wird bei uns durch praxisorientierten Workshops gefördert, in dem die Teilnehmer ihr Wissen teilen und Unabhängigkeit stärken. Studien und Berichte zeigen, dass solche Haltungen zu tieferer Bindung führen: Klienten fühlen sich gesehen, nicht abhängig, und tragen aktiv zum Gemeinwohl bei – sei es durch ökologischere Lebensweisen oder empathischere Beziehungen.

Unsere Einladung zur gemeinsamen Reise

Gemeinwohlorientierte Begleitung im Schamanismus ist eine Liebeserklärung an die Welt: Sie heilt den Einzelnen, um das Gefüge aller zu stärken. Durch Werte wie Achtsamkeit, Diskretion und Verantwortung – verwurzelt in Traditionen der ASW und des Neuro-Schamanismus – schaffen wir Transparenz, die Vertrauen nährt. Wenn Sie bereit sind, laden wir Sie ein: Lassen Sie uns gemeinsam die Brücke bauen – zu Ihrer inneren Kraft und dem Wohl aller. Kontaktieren Sie uns für eine erste, unverbindliche Beratung. In Harmonie liegt unsere Stärke.

Drei wichtige Studien zu Haltungen, die tieferer Bindung in therapeutischen Prozessen fördern

Basierend auf einer umfassenden Suche nach empirischen Studien zu therapeutischen Allianzen, Achtsamkeit und ethischen Haltungen (wie Transparenz und Verantwortung) in beratenden oder achtsamkeitsbasierten Kontexten – die Parallelen zum Schamanismus aufweisen. Diese zeigen, wie solche Haltungen zu stärkerer Klient-Bindung, Vertrauen und langfristigem Engagement führen.

1. Goldberg, S. B., Davis, J. M., & Hoyt, W. T. (2013): The Role of Therapeutic Alliance in Mindfulness Interventions.

Diese Studie analysierte Daten aus einer randomisierten Kontrollstudie mit 37 Teilnehmern an einem achtsamkeitsbasierten Gruppenprogramm zur Raucherentwöhnung (basierend auf MBSR). Die therapeutische Allianz wurde mittels des Working Alliance Inventory (WAI-G) gemessen und mit Outcomes wie Emotionregulation, Achtsamkeit und Behandlungskompliance korreliert. Schlüsselfunde: Eine starke Allianz – gefördert durch achtsame, nicht-urteilende Haltungen der Therapeuten – prognostizierte signifikante Verbesserungen in psychologischen Variablen (z. B. β = 0.33 für Achtsamkeit, p = 0.007) und erhöhte Compliance, indem sie emotionale Sicherheit schuf und das Vertrauen in den Prozess stärkte. Relevanz: Zeigt, wie achtsame Therapeutenhaltungen eine tiefere emotionale Bindung ermöglichen, die über bloße Symptombekämpfung hinausgeht und Klienten zu aktiver Beteiligung motiviert.

2. Bisseling, E. et al. (2019): Development of the Therapeutic Alliance and its Association With Internet-Based Mindfulness-Based Cognitive Therapy for Distressed Cancer Patients.

Sekundäranalyse einer Multicenter-RCT mit 245 krebskranken Patienten, die face-to-face oder online MBCT erhielten. Die Allianz wurde dreimal mit einer verkürzten WAI-Version erfasst und auf Dropout, Distress-Reduktion und Wohlbefinden regressiert. Schlüsselfunde: Die Allianz wuchs über die Zeit und prognostizierte unabhängig vom Format reduzierte psychische Belastung (B = -0.12, p = 0.01) sowie gesteigertes Wohlbefinden (B = 0.23, p = 0.01); in Präsenzformaten war der Effekt stärker, da der emotionale Bond (Vertrauen und Zielübereinstimmung) entscheidend für anhaltende Bindung war. Relevanz: Unterstreicht, wie transparente und verantwortungsvolle Begleitung (z. B. durch klare Zielsetzung) Dropout minimiert und eine tiefe, schützende Klient-Bezugsperson-Dynamik aufbaut, was in spirituellen Kontexten wie Schamanismus übertragbar ist.

3. Prusiński, T. (2022): The Strength of Alliance in Individual Psychotherapy and Patient's Wellbeing.

Querschnittstudie mit 411 Erwachsenen (Patienten und Therapeuten) in polnischen Praxen, unter Verwendung von WAI, PWBS, TSWLS und FS; Strukturelle Gleichungsmodellierung testete Korrelationen zwischen Allianz und Wohlbefinden. Schlüsselfunde: Starke Allianzen (patienten- oder gemeinschaftlich bewertet) korrelierten positiv und signifikant mit psychologischer Gesundheit (bis zu 45 % Varianz erklärt), Lebenszufriedenheit (8–27 %) und Flourishing (3–20 %); der Bond-Aspekt förderte besonders Vertrauen und Kooperation, unabhängig von Störungstypen. Relevanz: Belegt, dass ethische Haltungen wie Respekt und gegenseitige Akzeptanz zu nachhaltiger Bindung führen, die Klienten ermächtigt und zu breiterem Wohlbefinden (inkl. Beziehungen) beiträgt – ideal für gemeinwohlorientierte Ansätze.